
Für Einsteiger ist Low Stress Training meistens die sicherste Methode. Dabei werden junge, flexible Triebe vorsichtig heruntergebunden, sodass mehrere Spitzen ähnlich hoch wachsen. Topping, FIM, Supercropping und starke Entlaubung verursachen mehr Stress und benötigen ausreichend Erholungszeit. Autoflower-Pflanzen sollten besonders zurückhaltend trainiert werden, weil ihre Wachstumsphase zeitlich begrenzt ist.
Was bedeutet Pflanzentraining bei Cannabis?
Pflanzentraining umfasst Maßnahmen, mit denen Form, Höhe und Verteilung der Triebe verändert werden. Häufig wird zwischen Low Stress Training und High Stress Training unterschieden.
Low Stress Training
Beim Low Stress Training, kurz LST, werden Triebe gebogen und mit weichen Bindern befestigt. Die Pflanze wird nicht absichtlich verletzt. Der dominante Haupttrieb liegt danach niedriger, während Seitentriebe stärker nach oben wachsen.
High Stress Training
Beim High Stress Training wird Pflanzengewebe gezielt entfernt, gequetscht oder stark gebogen. Zu diesen Methoden gehören:
- Topping
- FIM
- Supercropping
- Mainlining
- starkes Beschneiden
- intensive Entlaubung
Diese Techniken können eine breitere und stärker verzweigte Pflanze erzeugen. Sie kosten jedoch Erholungszeit und sollten nur bei gesunden, kräftig wachsenden Pflanzen eingesetzt werden.
Warum funktioniert Cannabis-Training?
Cannabispflanzen zeigen eine ausgeprägte apikale Dominanz. Der oberste Wachstumspunkt beeinflusst über pflanzliche Signalstoffe, wie stark tiefer liegende Seitentriebe wachsen. Wird der Haupttrieb heruntergebogen oder entfernt, verändert sich diese Dominanz. Mehrere Seitentriebe können anschließend stärker aufholen.
Pflanzentraining beeinflusst außerdem:
- die Verteilung des Lichtes innerhalb der Pflanzenkrone,
- die Entfernung der Triebspitzen zur Lampe,
- das Mikroklima zwischen Blättern und Trieben,
- die Luftbewegung innerhalb der Pflanze,
- die Zugänglichkeit beim Gießen und Kontrollieren,
- die spätere Verteilung der Blütenstände.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Lichtintensität und Pflanzenarchitektur die räumliche Verteilung von Pflanzenmasse, Blütenertrag und Inhaltsstoffen beeinflussen können. Die Reaktion ist jedoch von Genetik, Licht, Pflanzenzahl und Trainingsmethode abhängig. Mehr Schnitte oder mehr entfernte Blätter bedeuten deshalb nicht automatisch einen höheren Ertrag.
Wissenschaftliche Vertiefung: Einfluss von Licht und Pflanzenarchitektur bei Cannabis
Die beste Trainingsmethode auswählen
Die passende Methode hängt nicht davon ab, welche Technik besonders kompliziert klingt. Entscheidend sind Pflanzenzustand, Sorte, Wachstumszeit, Platz und Erfahrung.
- Photoperiodische Sorte oder Autoflower?
- Wie lange bleibt die Pflanze in der Wachstumsphase?
- Wie hoch ist die Growbox?
- Wie viele Pflanzen stehen unter der Lampe?
- Ist die Pflanze gesund und gut verwurzelt?
- Wie gleichmäßig verteilt die Lampe das Licht?
- Wie viel Zeit steht für Pflege und Nachjustierung zur Verfügung?
| Ausgangssituation | Geeignete Methode |
|---|---|
| Anfänger mit gesunder Jungpflanze | Sanftes LST |
| Niedrige Growbox | Frühes LST, eventuell einmaliges Topping |
| Wenige photoperiodische Pflanzen | Topping plus LST oder SCROG |
| Viele kleine Pflanzen | Wenig Einzeltraining |
| Empfindliche Autoflower | Sehr vorsichtiges LST |
| Gestresste oder kranke Pflanze | Zunächst nicht trainieren |
| Ungleichmäßige Pflanzenkrone | Triebe biegen und verteilen |
| Dichter unterer Schattenwuchs | Vorsichtiges Auslichten |
Low Stress Training: die beste Methode für Einsteiger
Beim LST wird der Haupttrieb vorsichtig zur Seite gebogen. Dadurch erreichen tiefer liegende Seitentriebe mehr Licht und entwickeln sich zu eigenständigen Wachstumsspitzen.
Wann mit LST beginnen?
Die Pflanze sollte:
- gesund und gleichmäßig wachsen,
- fest im Topf verwurzelt sein,
- mehrere echte Blattpaare besitzen,
- einen noch biegsamen Haupttrieb haben,
- keine akuten Wasser- oder Wurzelprobleme zeigen.
Nicht ausschließlich nach dem Alter entscheiden. Zwei Pflanzen können nach derselben Anzahl von Tagen sehr unterschiedlich weit entwickelt sein.
LST Schritt für Schritt
- Den Topf stabil aufstellen.
- Den unteren Stamm bei Bedarf in Gegenrichtung sichern.
- Den Haupttrieb langsam und ohne ruckartige Bewegung biegen.
- Mit einem weichen Pflanzenbinder am Topfrand befestigen.
- Darauf achten, dass der Binder den Trieb nicht einschnürt.
- Nach ein bis zwei Tagen die neue Wuchsrichtung kontrollieren.
- Aufsteigende Seitentriebe nach Bedarf ebenfalls verteilen.
- Bindungen regelmäßig lockern oder versetzen.
Das Ziel ist eine sanfte Kurve. Ein scharfer Knick erhöht die Gefahr, dass das Gewebe reißt oder vollständig bricht.
Typische LST-Fehler
- harter oder scharfkantiger Draht,
- zu enges Abbinden,
- zu starkes Biegen in einem einzigen Schritt,
- Training eines bereits verholzten Triebes,
- Training direkt nach Überwässerung oder Umtopfen,
- tägliches vollständiges Umformen der Pflanze,
- keine Gegenfixierung am unteren Stamm,
- zu viele Triebe auf zu engem Raum.
Cannabis toppen
Beim Topping wird die oberste Wachstumsspitze vollständig entfernt. Dadurch verlieren die darunterliegenden Seitentriebe einen Teil ihrer bisherigen Unterordnung und können stärker nach oben wachsen.
Wann ist Topping sinnvoll?
Topping eignet sich vor allem für:
- gesunde photoperiodische Pflanzen,
- kräftiges und gleichmäßiges Wachstum,
- eine ausreichend lange Vegetationsphase,
- gut entwickelte Wurzeln,
- Pflanzen mit genügend Erholungszeit.
Eine kranke, überwässerte, frisch umgetopfte oder stark unterversorgte Pflanze sollte nicht zusätzlich getoppt werden.
Topping richtig durchführen
- Eine saubere und scharfe Schere verwenden.
- Klar oberhalb eines gesunden Knotens schneiden.
- Keine langen, ausgefransten Stummel stehen lassen.
- Die Pflanze anschließend mehrere Tage beobachten.
- Nicht gleichzeitig umtopfen und stark entlauben.
- Vor dem nächsten Training neues Wachstum abwarten.
Topping kann eine breitere Pflanzenkrone fördern. Die Wirkung auf Pflanzenmasse und Ertrag hängt jedoch von Sorte, Licht, Kulturführung und Erholungszeit ab.
Wissenschaftliche Untersuchung zu Schnittmaßnahmen und Cannabis-Pflanzenarchitektur
FIM, Mainlining und Supercropping
FIM
Beim FIM wird die Wachstumsspitze nur teilweise entfernt. Das Ergebnis ist weniger vorhersehbar als bei einem klaren Topping. Es können mehrere neue Triebe entstehen. Manchmal wächst die Spitze jedoch lediglich unregelmäßig weiter.
Mainlining
Beim Mainlining wird eine möglichst symmetrische Pflanzenstruktur mit mehreren gleichwertigen Haupttrieben aufgebaut. Dafür wird wiederholt getoppt, gebunden und unerwünschter Wuchs entfernt.
Die Methode benötigt:
- eine lange Vegetationsphase,
- gesunde und kräftige Wurzeln,
- stabile Umweltbedingungen,
- mehrere Erholungsphasen,
- Erfahrung mit LST und Topping.
Für schnell blühende Autoflower-Pflanzen ist Mainlining normalerweise ungeeignet.
Supercropping
Beim Supercropping wird ein Trieb vorsichtig zwischen den Fingern weichgedrückt und danach gebogen. Dabei wird das innere Gewebe belastet, während die äußere Pflanzenschicht möglichst geschlossen bleibt.
Supercropping ist eine fortgeschrittene Technik. Zu viel Druck kann den Trieb vollständig brechen oder eine große offene Verletzung verursachen.
SCROG: Triebe über ein Netz verteilen
SCROG bedeutet „Screen of Green“. Über den Pflanzen wird ein Netz angebracht. Triebe wachsen durch die Maschen und werden seitlich weitergeführt, bis die verfügbare Fläche möglichst gleichmäßig belegt ist.
Vorteile eines SCROG-Netzes
- flache und gleichmäßige Pflanzenkrone,
- bessere Nutzung einer rechteckigen Anbaufläche,
- ähnlicher Abstand mehrerer Triebspitzen zur Lampe,
- Unterstützung schwerer Triebe,
- gute Kontrolle bei wenigen Pflanzen.
Nachteile eines SCROG-Netzes
- Pflanzen lassen sich später kaum noch bewegen.
- Gießen und Reinigung können schwieriger werden.
- Kranke Pflanzen lassen sich schlechter isolieren.
- Ein zu dicht gefülltes Netz verschlechtert die Luftbewegung.
- Spätes Einflechten kann verholzte Triebe beschädigen.
Das Netz darf nicht vollständig mit übereinanderliegenden Blättern verstopft werden. Eine gleichmäßige Lichtverteilung funktioniert nur, wenn Licht und Luft tatsächlich zwischen die Triebe gelangen.
Entlaubung: weniger ist häufig mehr
Beim Entlauben werden einzelne Fächerblätter entfernt. Eine moderate Entlaubung kann sinnvoll sein, wenn:
- ein großes Blatt mehrere aktive Spitzen dauerhaft beschattet,
- die Luft innerhalb der Krone steht,
- beschädigte oder abgestorbene Blätter entfernt werden müssen,
- die Kontrolle auf Schädlinge stark behindert wird,
- ein SCROG-Netz zu dicht geworden ist.
Gesunde Blätter sind jedoch die wichtigste Photosynthesefläche der Pflanze. Eine radikale Entlaubung kann Wachstum und Energieversorgung beeinträchtigen.
Entlaubung richtig durchführen
- Zuerst Blätter umlegen oder Triebe neu positionieren.
- Nur klar störende oder beschädigte Blätter entfernen.
- Keine große Entlaubung bei kranken Pflanzen durchführen.
- Nicht gleichzeitig toppen, umtopfen und stark entlauben.
- Nach dem Eingriff Wasserverbrauch und Neuwuchs beobachten.
- Blätter nicht allein deshalb entfernen, weil sie groß sind.
Lollipopping: unteren Schattenwuchs entfernen
Beim Lollipopping werden schwache untere Triebe und kleine Blütenansätze entfernt, die dauerhaft kaum direktes Licht erreichen.
Das kann sinnvoll sein, wenn der untere Bereich stark beschattet ist und wenig produktiven Wuchs bildet. Die Methode verbessert häufig Zugänglichkeit und Luftbewegung. Sie ist jedoch keine Garantie für einen höheren Ertrag.
Untersuchungen zeigen, dass das Entfernen unteren Wuchses je nach Versuchsaufbau nicht zwangsläufig zu einem höheren Blüten- oder Cannabinoidertrag führt.
Wissenschaftliche Übersicht zu Ertrag und Pflanzenmanagement bei Cannabis
Autoflower richtig trainieren
Autoflower-Pflanzen wechseln unabhängig von einer Umstellung der Beleuchtungszeit in die Blüte. Ihre Wachstumsphase ist deshalb zeitlich begrenzt. Starker Stress kann nicht beliebig durch eine längere Vegetationsphase ausgeglichen werden.
Geeignete Maßnahmen
- sanftes LST,
- frühes Verteilen flexibler Triebe,
- leichte Korrektur einer ungleichmäßigen Krone,
- Entfernen abgestorbener oder stark beschädigter Blätter.
Riskante Maßnahmen
- mehrfaches Topping,
- Mainlining,
- spätes Supercropping,
- starke Entlaubung,
- mehrere Stressmaßnahmen gleichzeitig.
Eine besonders kräftige Autoflower kann einen einzelnen Schnitt verkraften. Daraus sollte jedoch keine allgemeine Empfehlung für jede Pflanze abgeleitet werden. Bei schwachem Wachstum ist Nichtstun häufig die bessere Entscheidung.
Wann sollte das Training beendet werden?
Starke Formveränderungen gehören hauptsächlich in die Wachstumsphase und den frühen Stretch.
In der mittleren und späten Blüte sollten nur noch:
- lockere Bindungen angepasst,
- schwere Triebe abgestützt,
- abgestorbene Blätter entfernt,
- Luftwege vorsichtig geöffnet,
- schimmelgefährdete Bereiche kontrolliert werden.
Spätes Topping oder großflächige Entlaubung verursacht Wunden und kostet Energie, ohne dass der Pflanze ausreichend Zeit für den Aufbau einer neuen Struktur bleibt.
Probleme nach dem Training erkennen
Abgebrochener Trieb
Ist der Trieb nur angerissen:
- Den Trieb sofort vorsichtig zusammenführen.
- Die beschädigte Stelle mit Pflanzenband stabilisieren.
- Den Trieb zusätzlich abstützen.
- Die Stelle möglichst trocken halten.
- Täglich auf Welke, Fäulnis oder Absterben prüfen.
Ein vollständig abgetrennter Trieb wächst nicht zuverlässig wieder an.
Hängende Blätter nach dem Training
Leichtes Hängen kann eine kurzfristige Stressreaktion sein. Gleichzeitig sollten andere Ursachen ausgeschlossen werden:
- zu nasses oder zu trockenes Substrat,
- Wurzelprobleme,
- Hitze oder sehr hohe Lichtintensität,
- beschädigter Hauptstamm,
- zu enge Pflanzenbinder.
Bei unklaren Symptomen hilft die Hanfdoc24-Sofortdiagnose .
Hochgerollte Blattränder
Hochgerollte Blattränder nach dem Training sprechen häufig eher für Hitze, Lichtstress oder zu trockene Luft als für die Trainingstechnik selbst.
Wachstumsstopp
Mögliche Ursachen sind:
- zu viele Trainingsmaßnahmen,
- Wurzelschäden,
- Überwässerung,
- niedrige Wurzeltemperatur,
- Salzstress oder ungeeigneter pH-Wert,
- Schädlingsbefall,
- zu wenig Erholungszeit.
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Umluft für eine gut belüftete Pflanzenkrone
Eine gleichmäßig trainierte Pflanze benötigt weiterhin sanfte Luftbewegung zwischen den Trieben. Passende Geräte findest du unter Umluftventilatoren für den Grow .
Temperatur und Luftfeuchtigkeit kontrollieren
Nach Topping, LST oder Entlaubung sollte das Klima stabil bleiben. Ein geeignetes Messgerät ist das digitale Thermo-Hygrometer von LeoVersand .
Der optimale Trainingsplan
Woche 1 bis 2
- Keine aggressive Bearbeitung.
- Wurzelentwicklung abwarten.
- Gesundes neues Wachstum beobachten.
Frühe Wachstumsphase
- Mit sanftem LST beginnen.
- Haupttrieb vorsichtig absenken.
- Entwicklung der Seitentriebe beobachten.
Mittlere Wachstumsphase
- Photoperiodische Pflanze bei Bedarf einmal toppen.
- Pflanzenkrone gleichmäßig verteilen.
- Bindungen regelmäßig kontrollieren.
- SCROG-Netz vorbereiten.
Späte Wachstumsphase
- Die gewünschte Fläche gleichmäßig füllen.
- Schwachen unteren Wuchs beurteilen.
- Keine ständig neuen Stressmaßnahmen beginnen.
Stretch und frühe Blüte
- Triebe noch vorsichtig verteilen.
- SCROG-Netz fertig ausfüllen.
- Luftwege innerhalb der Krone erhalten.
- Nur moderat entlauben.
Mittlere und späte Blüte
- Nicht mehr stark formen.
- Schwere Triebe abstützen.
- Regelmäßig auf Schimmel kontrollieren.
- Nur abgestorbene oder stark beschädigte Blätter entfernen.
- Klima stabil halten.
Fazit: Die Pflanzengesundheit entscheidet
Das beste Cannabis-Training ist nicht die Methode mit den meisten Schnitten. Optimal ist eine Pflanzenkrone, bei der:
- mehrere kräftige Spitzen ähnlich hoch wachsen,
- das Licht möglichst gleichmäßig verteilt wird,
- keine Triebe zu nah an die Lampe gelangen,
- Luft durch die Krone strömen kann,
- gesunde Fächerblätter weitgehend erhalten bleiben,
- die Pflanze ausreichend Zeit zur Erholung erhält.
Für Anfänger ist sanftes LST die beste Ausgangsmethode. Kräftige photoperiodische Pflanzen können zusätzlich einmal getoppt und über ein SCROG-Netz verteilt werden. Autoflower-Pflanzen sollten deutlich vorsichtiger behandelt werden.
Treten Wurzel-, Klima- oder Nährstoffprobleme auf, wird zuerst die Pflanzengesundheit stabilisiert. Erst danach sollte das Training fortgesetzt werden.
Bildkonzept für das Hauptschaubild
Dateiname:
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Alt-Text:
Hanfdoc24-Schautafel zum Cannabis-Training mit untrainierter Pflanze,
Low Stress Training, Topping, SCROG-Netz, Lollipopping, gleichmäßiger
Pflanzenkrone und typischen Trainingsfehlern.
Bildunterschrift:
Cannabis richtig trainieren: Methode nach Genetik, Wachstumsphase,
Pflanzenzustand, Platz und gewünschter Kronenform auswählen.
Lange Bildbeschreibung:
Die fotorealistische Hanfdoc24-Schautafel zeigt links eine untrainierte
Cannabispflanze mit dominantem Haupttrieb und beschatteten unteren
Seitentrieben. In der Mitte wird eine Pflanze beim Low Stress Training
dargestellt. Der flexible Haupttrieb ist mit einem weichen Pflanzenbinder
vorsichtig am Topfrand befestigt, während mehrere Seitentriebe gleichmäßig
nach oben wachsen.
Daneben zeigt ein Detailbild das Topping oberhalb eines gesunden Knotens und die Entwicklung zweier neuer Haupttriebe. Rechts wird eine gleichmäßig ausgefüllte SCROG-Fläche mit mehreren ähnlich hohen Blütenspitzen gezeigt. Ein kleiner Vergleich stellt einen sinnvoll ausgelichteten unteren Pflanzenbereich einer zu stark entlaubten und gestressten Pflanze gegenüber.
Funny, der schwarz-braune Schäferhund mit blauer Sonnenbrille und grünem Hanfdoc24-Halstuch, gibt den Tipp:
„Eine flache Krone ist gut – aber gesunde Wurzeln und Erholungszeit sind wichtiger als jede Trainingstechnik.“
Häufige Fragen zum Cannabis-Training
Was ist die beste Cannabis-Trainingstechnik für Anfänger?
Sanftes Low Stress Training ist für Anfänger meist die beste Methode. Dabei werden flexible Triebe vorsichtig gebogen und mit weichen Pflanzenbindern fixiert, ohne Pflanzenteile abzuschneiden.
Wann sollte man mit LST bei Cannabis beginnen?
LST kann beginnen, wenn die Pflanze gesund verwurzelt ist, mehrere echte Blattpaare besitzt und der Haupttrieb noch flexibel ist. Der tatsächliche Entwicklungszustand ist wichtiger als eine feste Tagesangabe.
Wann sollte man Cannabis toppen?
Getoppt werden sollten nur gesunde, kräftige und gut verwurzelte Pflanzen mit ausreichend verbleibender Wachstumszeit. Kranke, überwässerte oder frisch umgetopfte Pflanzen sollten nicht zusätzlich beschnitten werden.
Kann man Autoflower-Cannabis trainieren?
Ja. Autoflower-Pflanzen können vorsichtig mit Low Stress Training geformt werden. Mehrfaches Topping, Mainlining und starke Entlaubung sind wegen der begrenzten Wachstumszeit deutlich riskanter.
Was ist besser: LST oder Topping?
LST verursacht weniger Stress und eignet sich auch für Anfänger. Topping fördert eine stärkere Verzweigung, benötigt aber eine gesunde Pflanze und ausreichend Erholungszeit. Beide Methoden können bei photoperiodischen Pflanzen kombiniert werden.
Was bedeutet SCROG beim Cannabis-Anbau?
SCROG bedeutet Screen of Green. Triebe werden unter oder durch ein Netz seitlich verteilt, sodass eine flache und möglichst gleichmäßig beleuchtete Pflanzenkrone entsteht.
Sollte man Cannabis stark entlauben?
Eine starke Entlaubung ist selten notwendig. Gesunde Fächerblätter liefern Energie durch Photosynthese. Entfernt werden sollten vor allem beschädigte oder dauerhaft stark beschattende Blätter, die Luftbewegung und Triebentwicklung deutlich behindern.
Wann sollte man das Cannabis-Training beenden?
Starke Eingriffe sollten hauptsächlich in der Wachstumsphase und höchstens im frühen Stretch stattfinden. In der mittleren und späten Blüte werden Triebe nur noch gestützt und Bindungen vorsichtig angepasst.
Was tun, wenn beim LST ein Trieb abbricht?
Ein nur angerissener Trieb sollte sofort zusammengeführt, mit Pflanzenband fixiert und abgestützt werden. Danach muss die Stelle auf Welke, Fäulnis oder vollständiges Absterben kontrolliert werden.
Erhöht Cannabis-Training immer den Ertrag?
Nein. Training kann Lichtverteilung, Pflanzenhöhe und Gleichmäßigkeit verbessern. Das Ergebnis hängt jedoch von Genetik, Licht, Gesundheit, Pflanzenzahl, Methode und Erholungszeit ab. Zu starke Eingriffe können Wachstum und Ertrag reduzieren.