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Hitzestress bei Cannabis: Eingerollte Blätter, trockene Spitzen und Wachstumsstopp erkennen
Hitzestress entsteht, wenn die Pflanze über längere Zeit zu hohen Temperaturen ausgesetzt ist. Besonders in Verbindung mit starker Beleuchtung, schlechter Abluft oder niedriger Luftfeuchtigkeit kann die Pflanze Wasser schneller verlieren, als die Wurzeln nachliefern können.
hohe Temperatur
eingerollte Blattränder
trockene Blattspitzen
schlaffe Blätter

langsames Wachstum
Schadbild
Die Blattränder rollen sich nach oben oder innen ein.
Obere Blätter wirken trocken, hart oder papierartig.
Blattspitzen können braun und vertrocknet aussehen.
Die Pflanze hängt trotz ausreichender Feuchtigkeit schlapp herunter.
Neue Triebe wachsen langsamer oder bleiben kleiner.
In der Blüte können Blüten luftig werden oder sich untypisch strecken.
Bei starkem Hitzestress können gelbe oder braune Flecken entstehen.
Ursachen
Hitzestress entsteht meist durch zu hohe Temperaturen im Growraum, zu geringen Lampenabstand, starke LED-Leistung, schlechte Abluft oder fehlende Luftbewegung. Auch trockene Luft verschärft das Problem, weil die Pflanze dann mehr Wasser über die Blätter verliert.
Besonders gefährdet sind Pflanzen in kleinen Töpfen, stark beleuchtete Pflanzen und Pflanzen in der Blütephase. Dort ist der Wasserbedarf hoch und die Belastung durch Licht und Temperatur besonders stark.
Wichtig: Hitzestress sieht manchmal ähnlich aus wie Lichtstress oder Unterwässerung. Entscheidend ist die Kombination aus Temperatur, Blattstellung, Lampenabstand und Topfgewicht.
Soforthilfe
Temperatur im Pflanzenbereich messen, nicht nur an der Wand.
Lampe höher hängen oder Leistung reduzieren.
Abluft und Umluft verbessern.
Pflanze nicht direkt mit heißer Luft anblasen.
Bei trockener Erde langsam und gleichmäßig gießen.
Growraum in der heißen Tageszeit besser belüften.
Bei Bedarf Lichtphase in kühlere Nachtstunden legen.
Hausmittel
Ein einfacher Thermometer-Hygrometer auf Blatthöhe hilft, Hitzestress früh zu erkennen. Noch besser ist ein Messgerät mit Speicherfunktion, damit auch Temperaturspitzen sichtbar werden.
Eine bessere Luftzirkulation, hellere Topfoberflächen oder größere Töpfe können helfen, den Wurzelbereich kühler und stabiler zu halten.
Praxis-Tipp: Hitzestress entsteht oft nicht durch einen einzelnen heißen Moment, sondern durch wiederholte Temperaturspitzen über mehrere Tage.
Unsicher bei der Diagnose?
Vergleiche immer mehrere Hinweise gleichzeitig: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Lichtabstand, Lampenleistung, Topfgewicht und Blattstellung. Einzelne eingerollte Blätter reichen selten für eine sichere Diagnose aus.
Hitzestress wird häufig mit Lichtstress verwechselt. Bei Hitzestress ist die Temperatur zu hoch. Bei Lichtstress kann die Temperatur noch passen, aber die Lichtintensität ist zu stark.
FAQ: Häufige Fragen
Wie erkenne ich Hitzestress bei Cannabis?
Typisch sind nach oben eingerollte Blattränder, trockene Blattspitzen, schlaffe Blätter und verlangsamtes Wachstum. Häufig sind besonders die oberen Pflanzenteile betroffen.
Welche Temperatur ist für Cannabis zu hoch?
Dauerhaft über etwa 28–30 °C wird es für viele Pflanzen kritisch, besonders bei trockener Luft oder starker Beleuchtung. Kurzzeitige Spitzen sind weniger schlimm als dauerhafte Hitze.
Ist Hitzestress das gleiche wie Lichtstress?
Nein. Beide Probleme können ähnlich aussehen. Hitzestress kommt von zu hoher Temperatur, Lichtstress von zu starker Lichtintensität oder zu geringem Lampenabstand.
Was hilft sofort gegen Hitzestress?
Lampe höher hängen oder dimmen, Abluft verbessern, Umluft optimieren und die Temperatur auf Blatthöhe kontrollieren. Bei trockener Erde langsam nachgießen.
Können sich Pflanzen nach Hitzestress erholen?
Ja, wenn der Stress rechtzeitig erkannt wird. Neue Blätter können wieder gesund wachsen. Stark vertrocknete oder verbrannte Blattstellen bleiben jedoch beschädigt.