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Umfallkrankheit bei Cannabis: Keimling kippt um, dünner Stängel und Wurzelhalsfäule erkennen

Umfallkrankheit entsteht meist in der frühen Keimlingsphase, wenn junge Pflanzen durch Pilze, zu nasses Substrat oder schlechte Luftzirkulation geschwächt werden. Der Keimling wirkt zunächst weich und instabil, kippt plötzlich um und zeigt oft eine dünne, dunkle oder eingeschnürte Stelle am Stängel direkt über der Erde.
Keimling kippt um
dünner Stängel am Boden
zu nasse Erde
dunkler Wurzelhals
Keimling stirbt ab
Schadbild
Der Keimling kippt plötzlich zur Seite oder liegt flach auf der Erde.
Der Stängel ist direkt über der Erdoberfläche dünn, weich oder eingeschnürt.
Am Wurzelhals kann eine dunkle, braune oder glasige Stelle sichtbar sein.
Die Jungpflanze wirkt schwach, obwohl sie vorher noch gesund aussah.
Die Erde ist häufig dauerhaft feucht oder nass.
Keimlinge wachsen kaum weiter und sterben innerhalb kurzer Zeit ab.
Bei mehreren Jungpflanzen können nacheinander weitere Keimlinge betroffen sein.
Ursachen
Umfallkrankheit entsteht meistens durch eine Kombination aus zu viel Feuchtigkeit, zu wenig Luftbewegung, schlechter Hygiene und ungünstigem Substrat. Pilze und Krankheitserreger können sich in dauerhaft nasser Anzuchterde besonders gut vermehren.
Häufige Ursachen sind zu nasses Gießen, fehlende Drainage, kalte und feuchte Erde, zu hohe Luftfeuchtigkeit ohne Luftaustausch, alte oder verunreinigte Anzuchttöpfe und zu dicht stehende Keimlinge.
Besonders gefährdet sind frisch gekeimte Pflanzen, weil der Stängel und das Wurzelsystem noch sehr weich und empfindlich sind.
Wichtig: Umfallkrankheit ist nicht das gleiche wie Vergeilung. Bei Vergeilung ist der Stängel lang und dünn durch zu wenig Licht. Bei Umfallkrankheit ist der Stängel am Boden oft weich, dunkel oder eingeschnürt und die Pflanze stirbt schnell ab.
Soforthilfe
Betroffene Keimlinge sofort von gesunden Pflanzen trennen.
Nicht weiter nass gießen.
Substratoberfläche vorsichtig abtrocknen lassen.
Für bessere Luftbewegung sorgen, aber Keimlinge nicht direkt stark anblasen.
Gesunde Keimlinge in frisches, lockeres und sauberes Anzuchtsubstrat setzen.
Töpfe, Anzuchtschalen und Werkzeuge reinigen.
Staunässe vermeiden und überschüssiges Wasser entfernen.
Bei stark befallenem Substrat die Erde entsorgen und nicht wiederverwenden.
Hausmittel
Eine trockene, saubere Substratoberfläche ist die wichtigste Vorbeugung. Keimlinge sollten feucht, aber nicht nass stehen. Lieber vorsichtig und gezielt gießen, statt die ganze Anzuchtschale dauerhaft zu durchnässen.
Eine dünne Schicht trockene Anzuchterde, Sand oder Perlite auf der Oberfläche kann helfen, den Wurzelhals trockener zu halten. Das ersetzt aber keine saubere Anzucht, passende Temperatur und gute Luftzirkulation.
Praxis-Tipp: Umfallkrankheit entwickelt sich oft sehr schnell. Wenn ein Keimling am Boden weich und dunkel wird, ist Rettung meist schwierig. Vorbeugung ist hier wichtiger als Nachbehandlung.
Unsicher bei der Diagnose?
Vergleiche immer mehrere Hinweise gleichzeitig: Stängelbasis, Erdfeuchte, Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Licht, Luftbewegung und Hygiene. Ein einzelner umgekippter Keimling kann auch durch Vergeilung, mechanische Beschädigung oder zu schwache Wurzelbildung entstehen.
Umfallkrankheit ist besonders wahrscheinlich, wenn der Keimling am Wurzelhals eingeschnürt, weich, braun oder glasig aussieht und das Substrat dauerhaft feucht war.
FAQ: Häufige Fragen
Wie erkenne ich Umfallkrankheit bei Cannabis?
Typisch ist ein Keimling, der plötzlich umkippt. Direkt über der Erde ist der Stängel oft dünn, weich, dunkel oder eingeschnürt. Häufig war das Substrat vorher dauerhaft zu feucht.
Kann man einen Keimling mit Umfallkrankheit retten?
Meist ist die Rettung schwierig, wenn der Stängel am Wurzelhals bereits weich oder verfault ist. Gesunde Keimlinge sollten sofort getrennt und in sauberes, lockeres Substrat gesetzt werden.
Was ist der Unterschied zwischen Umfallkrankheit und Vergeilung?
Bei Vergeilung wächst der Keimling lang und dünn, weil er zu wenig Licht bekommt. Bei Umfallkrankheit wird der Stängel am Boden weich, dunkel oder eingeschnürt und die Pflanze kippt durch eine geschädigte Stängelbasis um.
Warum entsteht Umfallkrankheit bei Keimlingen?
Häufige Ursachen sind zu nasse Erde, schlechte Luftzirkulation, hohe Luftfeuchtigkeit, kaltes Substrat, alte Anzuchttöpfe oder verunreinigte Erde. Krankheitserreger können sich in dauerhaft feuchter Umgebung schnell ausbreiten.
Wie verhindere ich Umfallkrankheit bei Cannabis?
Nutze sauberes Anzuchtsubstrat, gieße sparsam, vermeide Staunässe und sorge für leichte Luftbewegung. Töpfe und Werkzeuge sollten sauber sein, damit Krankheitserreger nicht in die Anzucht gelangen.