Hanfdoc24 > Pflanzendiagnose
Woll- und Schmierläuse bei Cannabis: Weiße Watte, klebrige Blätter und Schädlingsbefall erkennen

Woll- und Schmierläuse sind saugende Schädlinge, die sich an Blattachseln, Trieben, Blattunterseiten und Stängeln festsetzen. Typisch sind weiße, watteartige Beläge, kleine ovale Tiere, klebrige Rückstände und geschwächtes Wachstum. Die Läuse saugen Pflanzensaft, scheiden Honigtau aus und können die Pflanze deutlich stressen.
weiße Wattebeläge
klebrige Blätter
kleine ovale Läuse
Honigtau
geschwächtes Wachstum
Schadbild
An Blattachseln, Stängeln oder Blattunterseiten sitzen weiße, watteartige Nester.
Kleine helle, weiße oder leicht beige Schädlinge sind sichtbar.
Blätter fühlen sich klebrig an.
Auf Blättern oder umliegenden Flächen kann Honigtau erscheinen.
Die Pflanze wächst langsamer und wirkt geschwächt.
Blätter können gelb werden, sich einrollen oder abfallen.
Bei starkem Befall können Triebspitzen verkümmern.
Auf klebrigen Stellen kann sich schwarzer Rußtau bilden.
Ursachen
Woll- und Schmierläuse gelangen häufig über neue Pflanzen, Stecklinge, Substrate, Werkzeuge oder kontaminierte Umgebung in den Growbereich. Besonders geschwächte Pflanzen werden schneller befallen, wenn Klima, Hygiene oder Pflanzenkontrolle nicht passen.
Trockene, warme und stehende Luft kann den Befall begünstigen. Auch dichtes Blattwerk, schlecht kontrollierte Pflanzenzwischenräume und fehlende Quarantäne neuer Pflanzen erhöhen das Risiko.
Die Schädlinge sitzen gerne versteckt in Blattachseln, an Stängelknoten und auf Blattunterseiten. Deshalb wird der Befall oft erst erkannt, wenn bereits weiße Beläge oder klebrige Rückstände sichtbar sind.
Wichtig: Woll- und Schmierläuse vermehren sich schnell. Einzelne Tiere sollten sofort entfernt werden, bevor sich Nester in geschützten Bereichen bilden.
Soforthilfe
Befallene Pflanze sofort isolieren.
Blattachseln, Stängel und Blattunterseiten gründlich kontrollieren.
Sichtbare Läuse mit Wattestäbchen oder weichem Tuch entfernen.
Stark befallene Blätter vorsichtig entfernen.
Pflanze mit klarem Wasser abduschen, wenn die Situation es zulässt.
Growbereich reinigen und Pflanzenabstand verbessern.
Umluft optimieren, aber Pflanze nicht dauerhaft stressen.
Behandlung nach einigen Tagen wiederholen, weil versteckte Tiere überleben können.
Neue Pflanzen immer getrennt kontrollieren, bevor sie in den Bestand kommen.
Hausmittel
Bei leichtem Befall können einzelne Läuse mit einem feuchten Wattestäbchen entfernt werden. Besonders wichtig sind Blattachseln, Triebspitzen und Blattunterseiten, weil dort die meisten Tiere versteckt sitzen.
Eine milde Schmierseifenlösung oder ein geeignetes biologisches Pflanzenschutzmittel kann helfen, wenn die Anwendung für die jeweilige Pflanzenphase passend ist. In der Blüte sollte besonders vorsichtig gearbeitet werden, damit keine Rückstände in die Blüten gelangen.
Praxis-Tipp: Nicht nur die sichtbaren weißen Beläge entfernen. Die eigentliche Kontrolle entscheidet sich an den versteckten Stellen: Knoten, Blattunterseiten, Triebspitzen und Stängelbereiche.
Unsicher bei der Diagnose?
Vergleiche immer mehrere Hinweise gleichzeitig: weiße Watte, sichtbare Tiere, klebrige Blätter, Honigtau, Blattunterseiten, Triebspitzen und allgemeine Pflanzenvitalität. Einzelne helle Krümel auf der Erde sind noch kein sicherer Befall.
Woll- und Schmierläuse werden häufig mit Schimmel, Staub, Perlite oder Salzresten verwechselt. Der Unterschied: Wollläuse sitzen oft in Gruppen an Pflanzenteilen, wirken watteartig und können sich bei genauer Beobachtung als kleine ovale Tiere zeigen.
FAQ: Häufige Fragen
Wie erkenne ich Woll- und Schmierläuse bei Cannabis?
Typisch sind weiße, watteartige Beläge an Blattachseln, Stängeln und Blattunterseiten. Zusätzlich können klebrige Blätter, Honigtau, kleine ovale Läuse und geschwächtes Wachstum auftreten.
Sind Woll- und Schmierläuse gefährlich für Cannabis?
Ja, bei stärkerem Befall können sie die Pflanze deutlich schwächen. Sie saugen Pflanzensaft, verursachen Stress, fördern Honigtau und können indirekt Rußtau oder weitere Probleme begünstigen.
Was hilft sofort gegen Woll- und Schmierläuse?
Die Pflanze sollte isoliert und gründlich kontrolliert werden. Sichtbare Läuse werden mechanisch entfernt, stark befallene Blätter vorsichtig abgenommen und die Behandlung nach einigen Tagen wiederholt.
Wo sitzen Wollläuse am häufigsten?
Sie sitzen häufig an Blattachseln, Stängelknoten, Triebspitzen und Blattunterseiten. Dort sind sie gut geschützt und werden oft erst spät entdeckt.
Wie verhindere ich Woll- und Schmierläuse dauerhaft?
Neue Pflanzen sollten immer kontrolliert und zunächst getrennt gehalten werden. Saubere Werkzeuge, regelmäßige Pflanzenkontrolle, gute Luftbewegung und ein stressarmes Klima senken das Risiko deutlich.